Die Havel und Berlin Spandau

Spandau wird von manchen Einheimischen aus anderen Berliner Bezirken zwar mitunter leicht spöttisch als nicht wirklich der Stadt zugehörig eingestuft. Der wahre Grund für solche Witze mag aber durchaus auch dem tendenziellen Neid auf den so grünen, ruhigen und wasserreichen Stadtteil geschuldet sein.

Hier, ganz im Westen von Berlin, treffen sich direkt an der malerischen Altstadt nicht nur die beiden bedeutendsten regionalen Flüsse Spree und Havel, auch eines der größten Berliner Waldgebiete, der Spandauer Forst, befindet sich als sehr beliebtes Ausflugsgebiet innerhalb der Bezirksgrenzen.

Schöne Uferstrecken für ausgedehnte Spaziergänge, kleine gemütliche Badestellen und Picknickplätze finden sich an der Havel in Spandau nahezu überall in großer Auswahl.

Wandern und Radfahren

Eine wahrhaft märchenhaft grüne Oase ist die Wochenendsiedlung Erlengrund, die wie die benachbarte Fichtenwiese direkt an der Havel liegt, jedoch zwischen 1961 und 1988 eine von der Mauer umgebene Exklave West-Berlins darstellte.

Ebenfalls durch Spandau entlang der Havel verläuft die 66 Kilometer lange Etappe des insgesamt knapp 400 Kilometer langen Havelradwegs.

Die Zitadelle Spandau

Das vermutlich bekannteste Bauwerk des Bezirks, die Zitadelle Spandau aus dem späten 16. Jahrhundert, ist komplett von der Havel umgeben und wird heute häufig für Freiluftkonzerte genutzt. In einem Kellergewölbe auf dem weitläufigen Areal kann man in einem 300 m² großen Schaugehege diverse Fledermausarten besichtigen.

Die Zitadelle, das Rathaus wie auch die Altstadt Spandau sind bequem aus der Berliner Innenstadt in kurzer Fahrzeit mit den Zügen der S-Bahn (S5), U-Bahn (U7) sowie mit diversen Regionalbahnen zu erreichen.