Friedrichshain: Jugendstil, Clubs und Klassizismus

Friedrichshain ist einer der bekanntesten Stadtteile Berlins, in Konkurrenz höchstens zu Kreuzberg.

Von unserem Hostel sind es etwa 8 Minuten Fußweg bis zum U-Bahnhof Möckernbrücke. Ab hier könnt Ihr mit der berühmten U1 in Richtung Warschauer Straße fahren und dabei spannende Eindrücke sammeln – es handelt sich auf dieser Strecke um eine Hochbahn mit phantastischer Aussicht!

Vor der Wende: Arbeitskraft und Industrie

Während des Bestehens der DDR war Friedrichshain ein reines Arbeiterviertel. Es lag auf Seiten der Sowjetunion mit Kreuzberg als Nachbarn auf der anderen Seite der Mauer. Durch den nahen gelegenen Osthafen war Friedrichshain ein sehr wichtiges Wirtschaftsgebiet.

Nach 1989: Sturm und Drang

Nach dem Fall der Mauer standen viele der Altbauten im Viertel plötzlich leer, Strukturen brachen zusammen und viele Häuser wurden von Aktivisten besetzt. Dies gipfelte am 14. November 1990 in Razzien durch die Behörden und anschließende lange Straßenschlachten zwischen über 500 Aktivisten und 4000 Polizei- und SEK-Beamten.

Das heutige Viertel: Kieze und lohnenswerte Ecken

Simon-Dach-Straße

Eine der bekanntesten Partymeilen ist die Simon-Dach-Straße inklusive ihrer zahlreichen Seitenarme. Die Fluktuation von Kneipen und Bars ist hier enorm. Die Simon-Dach-Straße gehört zum Boxhagener Kiez, der von vielen momentan als „Kreuzberg der 90er Jahre“ bezeichnet wird. Sehr beliebt im Boxhagener Kiez ist der „Boxi“, der Boxhagener Platz, welcher einen tollen Samstagsmarkt beherbergt.

Karl-Marx-Allee

Wohnen im neoklassizistischen Stil, wohnen im Kulturdenkmal, mit viel Grün und breiten Gehwegen? Rund um die Karl-Marx-Allee stehen die bis zu 13 Stockwerke hohen, an die Stalinistische Ära erinnernden Bauten, die auch „Zuckerbäckerbauten“ genannt werden. Die Straße ist in ihrer Gänze mit 90 Metern breiter als die Champs-Élysées.

Samariterkiez

Der Samariterkiez ist vor allem bekannt für die berüchtigte Rigaer Straße, einem der Zentren der Hausbesetzer-Bewegung. Hier sind immer noch viele Häuser bunt und erinnern an die ‚wilden Jahre‘. Entlang der Straße gibt es einige der alternativsten Kneipen Berlins.